Das Frauenreferat
Feminismus gehört in die Mottenkiste; er ist nicht hip und vor allem: Nicht mehr nötig. Die Frauenbewegung der 70er hat ihr Ziel erreicht. Tatsächlich? Ja, denn „Frauen haben die gleichen Chancen auf eine qualifizierte Ausbildung
wie Männer“ (85 % der ProfessorInnen sind männlich), „Frauen werden in gleicher Weise wertgeschätzt wie Männer“ (jede 7te Frau wird im Laufe ihres Lebens mindestens einmal vergewaltigt), „starre Rollenzuweisungen brechen auf“ (sind Frauen berufstätig, sind sie zumeist einer Doppelbelastung durch Beruf und Haushalt/Kindererziehung ausgesetzt), „Frauen werden nicht mehr auf ihr Aussehen reduziert und als Anhängsel wahrgenommen“ (jede 3te Frau leidet unter Essstörungen und ist unzufrieden mit ihrem Körper), „Frauen werden an der Uni nicht diskriminiert“ (durch verbale oder körperliche sexuelle Belästigungen werden Frauen sexualisiert) „Frauen werden ebenso ernst genommen wie Männer“ (durch geschlechtsdifferentes Redeverhalten werden Frauen in Diskussionen weniger wahrgenommen als Männer), „Frauen können selbstbestimmt ihre Sexualität ausleben“ (Heterosexualität gilt nach wie vor als Norm, alles anderes als Abweichung; „Schlampen“ sind Frauen, die ihre Sexualität aktiv leben). Diese Themenfelder verdienen neben vielen weiteren Aspekten unser Interesse und werfen Fragen auf: Inwiefern sind Forderungen der Frauenbewegung umgesetzt worden? Führten diese Erfolge zu einer tatsächlichen Gleichberechtigung? Inwieweit ist es notwendig, Ansprüche der Neuen Frauenbewegung zu modernisieren? Wie lassen sich neuere Ansätze, die die biologische Zweigeschlechtlichkeit
in Frage stellen, auf die Praxis beziehen? Wie lassen sich notwendige politische und soziale Veränderungen fortführen oder einleiten, ohne auf essentialistische Vorstellungen von Identitäten zurückzugreifen, ohne gegebene Differenzen
zwischen Frauen auszublenden und ohne in eine einseitig gerichtete Unterdrücker-Unterdrückte Dichotomie zu verfallen?
Diesen Fragen wollen wir gemeinsam mit Euch nachgehen:
Wir finden, dass Feminismus in alle Lebensbereiche integriert werden muss, um positive Veränderungen zu bewirken.
Für weitere Ideen, Anregungen, Kritik, Fragen oder ein Gespräch bei einer Tasse Kaffee (im Asta Häuschen) stehen wir sehr gerne zur Verfügung. Ihr findet uns im AStA-Häuschen
Leiterinnen: Katharina, Lena, Melanie
Telefon: 0251 / 83-2 15 33
Email:
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Website: frauenreferat.blogsport.de
Offizielle Sprechzeiten:
Di: 18.00-19.30 Uhr
Mi: 14.00-15.30 Uhr
und nach Vereinbarung

