Fairer Handel an der Uni
- Details
- Erstellt am Mittwoch, 09. Mai 2012 11:37
Liebe Studierende,
fairer Handel ist "in". Es entstehen immer häufiger junge und kreative Unternehmen, die sich auf ganz unterschiedliche Weise der Vermarktung von fair gehandelten Produkten gewidmet haben. Supermärkte und Discounter haben innerhalb der letzten fünf Jahre begonnen, Fairtrade-Produkte in ihr Sortiment aufzunehmen. Und auch Städte und Kreise legen immer größeren Wert auf ökologische und soziale Standards.
Um an der Universität Münster eine zentrale Anlaufstelle für die Etablierung des fairen Handels an der Uni zu ermöglichen, habe ich die Projektstelle »Fairer Handel an der Uni« ins Leben
gerufen. Ziel soll es sein, eine dauerhafte Präsenz des Themas fairer Handel im Uni-Alltag herzustellen.
Neben einer Bestandsaufnahme und Analyse der Ausbaufähigkeit von fair gehandelten Produkten im Gastronomiebereich, möchte ich auch in anderen Bereichen der Universität den verstärkten Einsatz von fair gehandelten Produkten anregen. Durch die Organisation von Vorträgen, Filmvorführungen etc. sollen der faire Handel, aber auch thematisch damit eng zusammenhängende Themenkomplexe den Studierenden bekannt gemacht werden. Neben Themen wie ökologischer Landbau in sog. Entwicklungsländern, Klimawandel & Ernährung
oder Produktionsbedingungen bei Zulieferern internationaler Unternehmen, sollte auch eine kritische Betrachtung von Fairtrade-Produkten selbst auf der Tagesordnung stehen. Speziell die Verbindung von Fairtrade mit Billig-Discountern wie Lidl oder Aldi ist kritisch zu hinterfragen.
Um Veranstaltungen und Neuigkeiten rund um den fairen Handel bekannt zu machen (sowohl lokal, als auch global) werde ich in Kürze eine Informationsplattform erstellen. Zudem soll mittelfristig eine Arbeitsgemeinschaft "Fairer Handel" gegründet werden, in der alle Studierenden eingeladen sind sich über Neuigkeiten aus dem Bereich des fairen Handels auszutauschen und gemeinsam Ideen für Aktionen, Veranstaltungen, etc. zu sammeln, zu planen und umzusetzen. Bei Anregungen und Nachfragen könnt ihr mich jederzeit per Mail kontaktieren.
Kontakt: Andreas Jünger This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
Kritische Hochschulstudien
- Details
- Erstellt am Mittwoch, 02. Mai 2012 15:53
Viele Studierende beklagen die Verschulung des Studiums, den hohen „künstlichen“ Leistungsdruck und die Tatsache, dass für intensive Bildungsprozesse oft keine Zeit ist. Andere wiederum machen Ungerechtigkeitserfahrungen und merken, dass sie aufgrund von fehlenden finanziellen Ressourcen oder ihrer sozialen Herkunft benachteiligt sind.
Wenn man von der Schule kommt, besteht oftmals die Erwartung, während eines Studiums tiefer in die Inhalte einsteigen zu können und sich geistig und wissenschaftlich zu entfalten. Diese Erwartung wird nur allzu oft enttäuscht und die Wirklichkeit des Studiums ist von kurzfristigem „Pauken“ bis hin zu Auswendiglernen geprägt. Doch woher kommt das? Diese Hochschulstrukturen sind kein Zufall. Sie sind politisch gewollt.
In den letzten zehn Jahren ist die Universität radikal verändert worden. Privatwirtschaftliche Akteure und Interessen, wie etwa die Bertelsmann-Stiftung haben großen Einfluss genommen, neue, an wirtschaftswissenschaftlichen Modellen orientiere Ideen sind zur Grundlage der Hochschulbildung geworden. Zugleich wird im Zuge dieser neuen Organisationsform viel von Exzellenz und Elite gesprochen – mit dem Ergebnis, dass die so genannten „Exzellenzcluster“ sozial weitestgehend sehr abgeschottet sind und nur einem bestimmten bildungsnahen sozialen Milieu eine wissenschaftliche Laufbahn ermöglichen.
Auf jeden Fall kommt in diesem Hochschulsystem das zu kurz, was die Studierenden am meisten betrifft: Eine gute Lehre. Für die Zukunft ist es wichtig zu fragen: Was ist die Idee einer Universität, wie können wir sie wieder umgestalten, so dass sie Bildung ermöglicht?
Die kritischen Hochschulstudien sind ein Projekt zur politischen Bildung, es soll aber auch zur politischen Aktivität anregen und interessierten Studierenden ermöglichen, die Entscheidungsstrukturen an der Hochschule näher kennen zu lernen und dort handlungsfähig zu werden. Es finden Abendveranstaltungen mit Referenten statt, sowie Arbeitskreise.
Es bestehen folgende Arbeitskreise, die sich regelmäßig treffen:
(1) Arbeitskreis Bildungsgerechtigkeit (Beschäftigt sich mit sozialer Benachteiligung in den gegenwärtigen Hochschulstrukturen, arbeitet mit den Gleichstellungskommissionen an der Uni zusammen und interveniert dort); Analysen zur Funktion der Universität als Reproduktion von Eliten.
Treffen zurzeit nach Absprache
(2) Arbeitskreis Kritische Theorie der Hochschule: Politische und ökonomische Zusammenhänge, Einfluss wirtschaftlicher Interessen auf die Hochschulstruktur und wissenschaftliche Inhalte, wirtschaftsliberale Steuerungsmodelle und wie sie durchgesetzt wurden, Funktion der Hochschulbildung für den Arbeitsmarkt, Kapitalinteressen und Hochschule, Ist Humboldt noch aktuell?, Gegenwärtige Universität und Grundgesetz, Wie können kritische und zukunftsermöglichende Bildungsprozesse aussehen?
Regelmäßiges Treffen: Donnerstag, 16- 18 Uhr, Internationales Zentrum die Brücke, Wilmergasse 2, Raum 106
Aktuelle Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen
Dienstag 22. 05.
19 Uhr F 234 (Fürstenberghaus, Domplatz 20-22)
Das Grundgesetz und die gegenwärtige Universität – Ein Spannungsverhältnis?
Referenten: Prof. Karl Hahn, Tobias Fabinger
Projektstelle kritische Hochschulstudien: Allgemeine Sprechstunde
Montag 12 – 16 Uhr
Im AStA, Raum 205 (erster Stock)
E-mail Kontakt:
This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
Vortragsreihe: Empört Euch, Engagiert Euch!
- Details
- Erstellt am Mittwoch, 02. Mai 2012 13:11
Vortragsreihe: Empört Euch! Engagiert Euch!
Die aktuelle Finanzmarktkrise hat sich zu einer Staatsschuldenkrise in der EU ausgewachsen und rüttelt an den Grundfesten des großen europäischen Projektes. Demokratische Grundwerte und Institutionen werden dabei zusehends ausgehöhlt und übergangen, während im Zuge der vermeintlichen Rettung der Schuldnerstaaten die neoliberale Agenda zur vollen Entfaltung kommt. Privatisierungen, Lohnkürzungen, Arbeitszeitverlängerungen und die Ökonomisierung aller Lebensbereiche bedrohen den sozialen Zusammenhalt der europäischen Gesellschaften. Es gibt zahlreiche Themen, die Anlass zur Empörung bieten und die unser Engagement fordern, und es ist Zeit eben diesem Aufruf des französischen Résistance-Kämpfers und Diplomaten Stéphane Hessel Folge zu leisten: "Empört Euch! Engagiert Euch!"
Die Welt um uns herum ist komplex geworden, die Zusammenhänge nicht immer einfach zu verstehen. Welche Ursachen führten zu den Krisen? Wie ist das Krisenhandling durch die Politik zu bewerten? Wie kommt man zu nachhaltigen Lösungen? Und – nicht zuletzt - wie gut ist es noch um unsere Demokratie bestellt? Diese und andere Fragen sollen im Verlauf der Reihe behandelt werden.
Die Veranstaltungen
Hinweis: Die noch nicht bekannten Veranstaltungräume im Institut für Politikwissenschaften in der Scharnhorststr. 100 werden in Kürze nachgetragen.
"Demokratie kontra Bankenmacht - ein aussichtsloser Kampf?"
Prof. em. Karl Hahn (Politikwissenschaftler, Universität Münster)
MI, 09.05., 18.00 Uhr, Hörsaal H3 (Schlossplatz 10-12)
"Solidarische Ökonomie als Gegenmacht zum Neoliberalismus?"
Dr. Reinald Döbel (Soziologe, Universität Münster)
MI, 16.05., 18.00 Uhr, Hörsaal H3 (achtung, geändert!)
"Mechanismen psychosozialer Zerstörung im neoliberalen Kapitalismus"
Dr. Burkhard Wiebel / Alisha Pilenko (Neurowissenschaftler / Diplom-Psychologin, Universität Bochum)
MI, 06.06., 18.00 Uhr, Hörsaal S8 (Schloss)
"Herrschende Politik hat immer noch nichts begriffen. Die Finanzmarktkrise richtig interpretieren"
Prof. Heinz-Josef Bontrup (Wirtschaftswissenschaftler, Westfälische Hochschule Recklinghausen)
MI, 13.06., 18.00 Uhr, Hörsaal S8 (Schloss)
"Was tun angesichts der gleichzeitigen Misere von Ökonomie und Politik?"
Prof. em. Wolf-Dieter Narr (Politikwissenschaftler, Freie Universität Berlin)
MI, 20.06., 18.00 Uhr, Institut für Politikwissenschaft in der Scharnhorststraße
"Massenarbeitslosigkeit und Angst als Lebenselixier des finanzgetriebenen Kapitalismus"
Prof. Mohsen Massarrat (Politikwissenschaftler, ehem. Universität Osnabrück)
DI, 03.07., 18.00 Uhr, Institut für Politikwissenschaft in der Scharnhorststraße
"Postwachstumsökonomie - zurück zum menschlichen Maß"
apl. Prof. Niko Paech (Volkswirtschaftler, Universität Oldenburg)
DO, 12.07., 18.00 Uhr, Hörsaal S8 (Schloss)
Reader zum Bologna-Prozess
- Details
- Erstellt am Montag, 30. April 2012 14:43
Mein Ziel ist es, einen Reader zu erstellen, der alle wichtigen Informationen und Entwicklungen zum Bologna-Prozess enthält und an allen Stellen die Frage aufwirft: Was bedeutet das für Studierende in Münster?!
Mittlerweile studieren die meisten von euch in Bachelor- oder Masterstudiengängen und sind tagtäglich mit den Ergebnissen der einer Studienreform konfrontiert, die man stets unter dem Label „Bolgona“ zusammenfasst. Doch was heißt das eigentlich und was genau war Ziel der Bologna-Reform? All das möchte ich kompakt und übersichtlich darstellen.
Außerdem möchte ich auch Forderungen von studentischer Seite nicht außen vor lassen und immer wieder kritisch begutachten, wie sich diese Forderungen eigentlich mit unserer Idee eines Studiums vereinbaren lassen.
Wenn ihr Anregungen habt oder euch etwas unter den Nägeln brennt, was unbedingt in einem solchen Reader Erwähnung finden sollte, dann meldet euch gerne bei mir unter
This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
!
Geplant ist eine Veröffentlichung zum Wintersemester!
Solidarische Grüße, eure Mareike
Club Courage
- Details
- Erstellt am Montag, 23. April 2012 14:17
Der Club Courage ist ein selbstverwaltetes Zentrum für Jugend, Kultur, Umwelt und Politik. Beheimatet in der Sternstraße 31, findet sich dort eine sehr heterogene Ansammlung von Bildungs- und Informationsveranstaltungen, Konzerten, Workshops, Beratungsangeboten für sozial benachteiligte Gruppen und vieles mehr.
Die Projektstelle soll über stattfindenden Veranstaltung und Angebote des Clubs informieren, sowie ein Anlaufpunkt für Studierende (Einzelpersonen oder Gruppen) sein, die Interesse an der Nutzung des Club Courage für eigene Projekte haben. Dabei kann es sich um Einzelveranstaltungen ebenso wie um regelmäßige Termine aus dem oben skizzierten Bereich handeln.
Ihr habt Interesse am Angebot des Clubs oder Projektideen, und seid unsicher, ob der Club Courage den passenden Rahmen dafür bieten kann, dann meldet Euch einfach unter
This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
LehrerInnen-Bildung
- Details
- Erstellt am Montag, 23. April 2012 14:08
|
Infomaterial aus der Projektstelle
(Zum Öffnen der pdf-Dateien bitte auf das pdf-icon klicken.)
|
Liebe Lehramtsstudenten der Uni Münster,
ich bin Stefan Schubert und leite das Projekt „LehrerInnen- Bildung“ im Referat für Hochschulpolitik und Diversity im AStA der Uni Münster. Dadurch soll das bestehende Beratungsangebot für Lehramtsstudenten an der WWU erweitert werden. Schon im letzten Jahr wurden die Grundlagen für dieses Projekt von mir erarbeitet.
Gerade für Studienanfänger, aber auch für „alte Hasen“ ist eine Beratung und Unterstützung wichtig. Ihr werdet sehr schnell merken, dass ihr euch ein interessantes aber vor allem ein organisatorisch sehr aufwendiges Studium ausgesucht habt. Ihr müsst darauf achten, Praktikumsphasen sinnvoll in euer Studium zu integrieren, Prüfungen so zu legen, dass sie machbar sind, Stundenpläne aus einer Fülle von Seminarangeboten erstellen, ... Aber das alles muss euch nicht abschrecken, denn es gibt genügend Ansprechpartner, die in einer ähnlichen Situation stecken oder gesteckt haben bzw. euch gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dazu zählen die Fachschaften, das Zentrum für Lehrerbildung und ich, als Projektleiter für die LehrerInnen-Bildung im AStA. Schreckt nicht davor zurück Fragen zu stellen. Vieles lässt sich in einem persönlichen Gespräch sehr gut klären.
Durch die Einführung des neuen LABG 2009 wurde das Lehramtsstudium umstrukturiert. Die Umstrukturierung hat auch unseren Einsatz gefordert und stellt uns vor neue Herausforderungen. Wenn euch etwas ungerecht erscheint oder ihr etwas nicht nachvollziehen könnt, dann meldet euch. Neben der Beratung soll nämlich nun auch verstärkt die Interessensvertretung der Lehramtsstudenten wahrgenommen werden.
Alles Gute
Stefan Schubert
![]() Obergeschoss |
Telefon: |
|
||||
| E-Mail: | This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. | |||||
| Sprechzeiten: | Montag: | - | ||||
| Dienstag: | 10:00 | - | 12:00 | |||
| Mittwoch: | - | |||||
| Donnerstag: | 10:00 | - | 12:00 | |||
| Freitag: | - | |||||
Tag der Interdisziplinarität
- Details
- Erstellt am Donnerstag, 05. April 2012 20:36
In allen Bachelor-Studiengängen gibt es den Bereich „Allgemeine Studien“. In diesem Bereich sollen wir sogenannte Schlüsselkompetenzen vermittelt bekommen und die Möglichkeit bekommen neue Themenbereiche kennenzulernen. Jedoch aufgrund von Studienordnung und Stundenplänen haben wir hier nur eingeschränkte Möglichkeiten.
Der Tag der Interdisziplinarität gibt dir aber genau diese Möglichkeit!
Einen Tag lang hast du die Chance einmal über deinen Tellerrand zu schauen und die Vielfalt der Universität kennenzulernen.
Wann? 10.05.2012
Anrechnung von Studienleistungen
Alle Studierenden, die an diesem Tag Leistungspunkte für den Bereich Allgemeine Studien erwerben möchten, müssen 4 bis 5 Stunden, das entspricht dem Besuch von 3 Lehrveranstaltungen, teilnehmen. Weiterhin ist dann zu einer der besuchten Veranstaltungen eine Prüfungsleistung zu erbringen: ein Essay im Umfang von ca. 4 bis 5 Seiten für 2 LP oder eine Hausarbeit im Umfang von ca. 10 Seiten für 3 LP.
Bei folgenden Professoren besteht die Möglichkeit:
- eines Essays:
- Prof. Dr. Matthias Löwe
- Prof. Dr. Marie- Theres Wacker
- Dr. Kai Rheinhart
- Prof. Dr. Angelika Lohwasser
- einer Hausarbeit:
- Dr. Kai Rheinhart
- Prof. Dr. Angelika Lohwasser
Veranstaltungen
| Kath. Theologie |
|
Prof. Dr. Marie-Theres Wacker Genderforschung in der Theologie: All about Eve – What about Adam? Kritische Männerforschung in der Bibelwissenschaft Do 10. 5., 10-12h, Ulb1 (Krummer Timpen 5)
Seit fast vier Jahrzehnten forschen christliche und jüdische Frauen zu Frauengestalten der Bibel – eine kritische Männerforschung in der Bibelwissenschaft ist dagegen noch recht jung. Dabei werfen gleich am Anfang der Bibel die Geschichten über Adam viele Fragen auf: ist es so klar, dass Adam ein Mann „ist“? Laufen die Geschichten über Adam nicht eher darauf hinaus, dass sie zeigen, wie Adam zum Mann „wird“? Und entspricht das „Mannsbild“ Adam den gängigen Vorstellungen von Männlichkeit, sei es in biblischer Zeit, sei es heute? In der Vorlesung wird die sog. Paradiesgeschichte des ersten Buches der Bibel (Gen 2-3) im Mittelpunkt stehen, kommen aber auch Adam-Bilder der Kunstgeschichte und alte und neue Blicke auf Adam, den „Mann“, zur Sprache. |
| Mathematik |
|
Prof. Dr. Matthias Löwe "Ein überraschender Satz aus der Stochastik" Do 10.05., 10-12h, F153 (Domplatz 20-22)
Anders als man es aus dem Schulunterricht erwarten sollte, besteht die wahre Stärke der Stochastik nicht in der Berechnung einzelner Wahrscheinlichkeiten, sondern in der Vorhersage des langzeitigen Verhaltens von Zufallsprozessen. Der bekannteste derartige Satz ist das Gesetz der großen Zahlen, das u. a. vorhersagt, dass man bei einem fairen Münzwurf auf lange Sich ca. 50% Mal „Kopf“ sieht. Weniger bekannter ist, dass man z. B. auch die Länge der längsten Abfolge von „Köpfen“, des längsten „Runs“, vorhersagen kann. Wir werden dieses so genannte Erdös-Réyni-Gesetz kennenlernen und eine Anwendung in der mathematischen Biologie betrachten. |
| Ägyptologie |
|
Prof. Dr. Angelika Lohwasser Do 10.05., 12-14h, Ulb 1 (Krummer Timpen 5)
In der Veranstaltung wird ein knapper Überblick über die erhaltene Literatur Altägyptens (ca. 2800-300 v. Chr.) gegeben. Dabei werden die verschiedenen gängigen Definitionen und Einteilungen vorgestellt sowie auf Probleme zu Stil und Metrik eingegangen. Danach werden exemplarisch zwei Textsorten - Liebeslyrik und Märchen - näher erläutert und Textbeispiele (in Übersetzung) gegeben. |
| Physik |
|
Prof. Dr. Helmut Zacharias "Gepulste Laser für die Untersuchung schneller Prozesse" Do 10.05.2012, 12-14h, Ulb 101 (Krummer Timpen 5)
In der Vorlesung wird kurz auf die Funktionsweise von Lasern und verschiedene Verfahren zur Erzeugung von Laserpulsen eingegangen. Ebenso werden Methoden zur Messung schneller optischer Prozesse vorgestellt. Schließlich wird die Anwendung gepulster Laser anhand von Beispielen aus verschiedenen Bereichen von Wissenschaft und Technik diskutiert, von der Aufklärung ultraschneller Prozesse in Biologie und Physik bis zu Entfernungsmessung und Umweltmesstechnik. |
| Volkswirtschaftstheorie |
|
Dr. Jörg Lingens 1x1 der Ökonomie: Vorstellungen, Schlussfolgerungen und Herausforderungen Do 10.05., 14-16h, Ulb 201 (Krummer Timpen 5)
Die Veranstaltung soll einen kurzen Überblick geben wie Ökonomen über die Welt nachdenken. Dazu wird in einem ersten Schritt das grundsätzliche ökonomische Problem (Knappheit) besprochen, um dann darauf aufbauend das Prinzip des komparativen Vorteils und des optimalen Tauschs zu zeigen. Das Prinzip des komparativen Vorteils erlaubt es die Effekte internationalen Handels (Globalisierung) näher zu beleuchten. Schließlich wird die Verbindungen zwischen komparativen Vorteil und marktwirtschaftlicher Koordination hergestellt und erläutert. Hier geht es speziell darum zu zeigen, warum Ökonomen die Allokation über Märkte anderen Allokationsmechanismen für überlegen halten. Abschließend soll ein kritisches Fazit gezogen werden unter welchen Bedingungen diese Ergebnisse gelten und die Herausforderungen, denen sich die Ökonomie als Wissenschaft zu stellen hat, dargestellt werden. |
| Sportwissenschaften |
|
Dr. Kai Reinhart Sport und Bildung – Vom Bildungspotenzial informeller Sportszenen Do 10.05., 16-18h, Ulb 1 (Krummer Timpen 5)
Wie schon Dietrich Schwanitz in seinem Buch „Bildung“ mit Blick auf den Sport schrieb, „empfiehlt sich eine gewisse Unkenntnis, vor allem wenn es sich um Fußball handelt“. Schwanitz‘ Ratgeber mit dem Untertitel „Alles, was man wissen muss“ liegt freilich ein sehr verkürztes, materiales Bildungsverständnis zu Grunde. Für Aufklärer wie Schiller, Humboldt und Hegel, die den Begriff der „Bildung“ zu einem epochemachenden Leitgedanken formten, bezog sich Bildung auf den ganzen Menschen als moralisches und soziales Wesen. „Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“, formulierte Kant als Losung der Aufklärung. Zur Bildung gehört in dieser Tradition also auch kritisches Denken und selbständiges Handeln. Dies ist besonders in autoritär und diktatorisch geführten Staaten eine große Herausforderung. In dem Vortrag soll gezeigt werden, inwiefern informelle Sportszenen in der DDR (u. a. Skateboarden u. Bergsteigen) zu einer solchen Bildung beitragen konnten. |
| Planetologie |
|
Prof. Dr. H. Hiesinger Neuste Ergebnisse der Mondmission Lunar Reconnaissance Orbiter Do 10.05., 16-18h, Ulb 101 (Krummer Timpen 5)
Erde und Mond bilden ein komplexes planetares System, das nur in seiner Gesamtheit zu verstehen ist. Dem Mond kommt dabei eine entscheidende Rolle zu, da er uns ermöglicht die frühe Geschichte unseres Sonnensystems im Detail zu erforschen und geologische Prozesse in ihrer Reinform zu studieren. Beides ist auf der Erde nur bedingt möglich, da die Erde ein dynamischer Planet ist, dessen Oberfläche sich durch Plattentektonik, die Atmosphäre und durch den Einfluss von Leben ständig verändert. Anders der Mond, der geologisch seit langem inaktiv ist und somit seine Frühgeschichte und die des Sonnensystems konserviert hat. Moderne Instrumente, wie z. B. auf der amerikanischen Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) Mission, erlauben uns den Mond mit bisher unerreichter Genauigkeit zu untersuchen. Der Vortrag bietet einen Überblick über den heutigen Stand der Mondforschung und wird die neuesten Ergebnisse der LRO Mission präsentieren. |
Peak-Oil Seminar
- Details
- Erstellt am Mittwoch, 04. April 2012 12:04
Peak-Oil ist das Erdölfördermaximum und stellt für die Welt, neben dem Klimawandel, eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen in den kommenden Jahrzehnten dar. Erdöl ist einer der wichtigsten und energiereichsten Rohstoffe, die auf unserer Erde bekannt sind und hat vor allem in der westlichen Welt seit der industriellen Revolution zu einem starken Anstieg des Wohlstands geführt und treibt weiterhin die weltweite Industrialisierung und Diversifizierung der Wirtschaft an.
Etwa 90% der industriell gefertigten Produkte hängen heute von der Verfügbarkeit von Erdöl ab. Ein Preisanstieg von Öl wirkt sich empfindlich auf alle Lebensbereiche aus, von Mobilität (merklich spürbar durch steigende Benzinpreise) bis hin zu Lebensmitteln und Medikamenten.
Die Projektstelle wird bis Juli 2012 ein Seminar „Die lokale Dimension von Peak Oil: Bedeutung des Erdölfördermaximums für Münster“ konzipieren und beantragen, es in den „allgemeinen Studien“ anzubieten; Statt in den allgemeinen Studien „den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen“, könnten hier Studierende aus verschiedensten Fachbereichen gemeinsam an einem (nicht unumstrittenen) Thema arbeiten. Der erste Teil des Seminars soll durch Input-Vorträge von Experten auf dem Gebiet beschritten werden, im zweiten sollen die Studierenden sich selbst „ins Feld“ wagen, mit kommunalen Stellen und Unternehmen Kontakt aufnehmen und in einem jeweils selbst gewählten Sektoren Münsters Abhängigkeit vom Erdöl ermitteln.
Zur Zeit arbeitet eine Gruppe von aktiven Studierenden aus verschiedenen Fachbereichen (Janina Urban, Matthias Wanner, Eva Gerlach, Jörn Hamacher und Jannah Rex) mit der Unterstützung durch Herrn Prof. Dr. Buttschardt vom Institut für Landschaftsökologie an diesem ehrgeizigen und aussichtsreichen Projekt.
Studentisches Kulturzentrum Baracke
- Details
- Erstellt am Montag, 02. April 2012 14:00
| Die Projektstelle betreut und verwaltet das studentische Kulturzentrum Baracke hinter dem Institut für Politikwissenschaft in der Scharnhorststraße 100. Sie wurde erstmalig im Oktober 2011 eingerichtet und stellt seitdem das Bindeglied zwischen den verschiedenen Veranstalter_innen und Nutzer_innen sowie zwischen dem AStA und den Fachschaften dar.
Damit ist sie Ansprechpartnerin für die Baracke in allen Belangen. Neben dieser Funktion obliegt der Projektstelle ein Großteil der Verwaltungsaufgaben für den laufenden Betrieb der Räumlichkeiten. So ist sie z.B. für die Terminkoordination, die Betreuung von Veranstaltungen und die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.
Was ist die Baracke? Die Baracke ist ein studentisches Kultur- und Veranstaltungszentrum sowie die Heimat der Fachschaften Politikwissenschaft und Soziologie zwischen dem Aasee und dem Institut für Politikwissenschaft in der Scharnhorststraße 100 in Münster. Dabei ist sie bei weitem nicht nur ein neues Gebäude, in dem Studierende Kaffee trinken. Durch ihre nicht-kommerzielle, studentisch-selbstverwaltete Struktur soll die Baracke kulturelle und politische Freiräume erhalten, deren Abbau entgegen wirken und zusätzliche schaffen. Dies beinhaltet die Förderung von Gleichberechtigung und Vielfalt und stellt sich jeglicher Form von sozialer Diskriminierung entgegen. Was nach einer hochgestochenen Zielsetzung klingt, äußert sich in einer großen Spanne an verschiedenen Gruppen, die die Baracke nutzen sowie einer Vielzahl an Veranstaltungen: Theaterproben, regelmäßige, offene Termine, Konzerte, Partys, Filmvorführungen, Seminare und Vorträge. Die Baracke dient den Veranstalter_innen als offene Struktur zur Verwirklichung ihres Anliegens, den Künstler_innen als Möglichkeit des Ausdrucks und stellt für die Nutzer_innen eine Alternative zur durch-kommerzialisierten Kulturmaschinerie dar. Wichtig ist, dass jede_r die Chance hat am Projekt Baracke zu partizipieren. |
Telefon: | |||||
| E-Mail: | This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. | |||||
| Sprechzeiten: | Montag: | - | ||||
| Dienstag: | - | |||||
| Mittwoch: | - | |||||
| Donnerstag: | - | |||||
| Freitag: | - | |||||




